Bauprojekt "Schulzentrum Nord"

Das Schulzentrum Nord ist ein Bauwerk der Superlative: Es ist nicht nur das bisher größte Bauvorhaben in der Geschichte der Stadt Hameln. Es ist auch ein Bauwerk, das hinsichtlich seiner Komplexität und Schwierigkeit alles andere in den Schatten stellt. Während des laufenden Schulbetriebs wurde hier ein Gebäude komplett neu erstellt (Trakt A). Bestehende Gebäude wurden "nebenbei" umfassend umgebaut und saniert (Trakt B, Trakt C und Trakt D).

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Die ersten Überlegungen für das Projekt reichen weit zurück: Mit dem Beschluss aus dem Jahr 2010 zur Errichtung der Integrierten Gesamtschule (IGS) entstand auch die Idee, am Standort der ehemaligen Sertürner-Realschule und des Albert-Einstein-Gymnasiums (AEG) ein gemeinsames Schulzentrum zu etablieren ("Schulzentrum Nord"). Auf Basis einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2014 wurde ein europaweiter Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Als Sieger ging daraus das Architektenbüro "Venneberg, Zech & Partner" aus Hannover hervor.

Nach einer intensiven Überplanungs- und Konkretisierungsphase erfolgte im Februar 2017 der erste Spatenstich und somit der Startschuss für das mit nahezu 33 Millionen Euro bis dato teuerste Projekt der Stadt. Vom Baubeginn über die Grundsteinlegung im September 2017 und das Richtfest im April 2018 bis zur endgültigen Fertigstellung des Schulzentrums Nord im Jahr 2021 blieb gefühlt kein Stein auf dem anderen. Zu Spitzenzeiten wurden auf der Baustelle 69 Gewerke koordiniert.

Grundsteinlegung im September 2017:
 
Zeitrafferaufnahme der Errichtung des Neubaus:
 
Richtfest im April 2018:

Entstanden ist ein Schulzentrum, das Stärke und Gemeinsamkeit austrahlt, modern und innovativ ist und für Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte perfekte Bedingungen schafft. Eine wichtige Rolle kommt dabei dem zentralen Neubau (Trakt A) zu, der die beiden Schulen (IGS Hameln und AEG) nicht nur funktional zusammenfasst, sondern mit dem gemeinsamen Eingang zur Identitätsstiftung beiträgt. Doch der Neubau ist nur ein Baustein des Gesamtprojektes. Ebenso wichtig sind die Umstrukturierungen der bestehenden Gebäude (zum Beispiel die Entkernung des Traktes B), umfangreiche Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten sowie der Brandschutz an den bereits vorhandenen Gebäuden.

Abschließend werden auch die Außenanlagen des Schulzentrums entsprechend hergerichtet. Wenn dann der Busbahnhof auf dem Gelände der Linsingen-Kaserne fertiggestellt wurde, ist das größte Bauvorhaben der Stadt vollends abgeschlossen und es ist ein moderner und zukunftsweisender Schulstandort entstanden. Dieser wurde trotz aller Widrigkeiten und trotz der Corona-Pandemie weitestgehend im Zeit- und Kostenrahmen errichtet.

(Text und Zeitrafferaufnahme: Stadt Hameln)