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Juniorwahl 2021: Demokratie hautnah erleben

Juniorwahl1Über die Zusammensetzung und die Aufgaben des Bundestages im Unterricht zu sprechen, das Wahlsystem näher zu beleuchten, um abschließend die Ergebnisse der Bundestagswahl zu analysieren und auszuwerten – alles wichtige Aspekte im Fach Politik–Wirtschaft, aber leider oft viel zu theoretisch. Deshalb haben unsere Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler gemeinsam mit über 1,4 Millionen Schülerinnen und Schülern anderer Schulen an der Juniorwahl zum Deutschen Bundestag teilgenommen.

Die Juniorwahl besteht aus zwei Säulen: Zunächst werden die Inhalte im Unterricht intensiv vorbereitet (Säule 1). Dabei geht es nicht nur um die Aufgaben des Bundestages, den Ablauf und die Funktion von Wahlen, sondern auch um die Demokratie als Staatsform. Das handlungsorientierte Konzept spricht die Schülerinnen und Schüler an und fordert sie zur intensiven Auseinandersetzung mit diesen Inhalten auf. Die zweite Säule ist der Wahlakt in der Schule (siehe Fotos). Hier wird Demokratie hautnah erlebbar. Unsere Wahlhelferinnen und Wahlhelfer aus Jahrgang 11 legten Wählerverzeichnisse an, kümmerten sich um die Wahlbenachrichtigungen, bereiteten den Wahlraum mit Wahlkabine, Wahlurne und Stimmzetteln vor und zählten nach der Wahl die Ergebnisse aus, die dann an die Organisatoren der Juniorwahl übermittelt wurden. Und alles selbstverständlich unter strengster Geheimhaltung.

Das Ergebnis der bundesweiten Juniorwahl bietet viel Anlass zu Diskussionen, vor allem im Vergleich zum Ergebnis der Bundestagswahl vom 26. September 2021. Bekanntlich hat die SPD mit 25,7 Prozent die Wahl zum Deutschen Bundestag gewonnen. Bei der Juniorwahl 2021 haben hingegen Bündnis 90/Die Grünen obsiegt, und zwar mit 20,6 Prozent (siehe Grafik). Die SPD landete nur auf Platz 2 mit 19,4 Prozent. Knapp dahinter liegen die Liberalen mit 18,5 Prozent, die hier also deutlich besser abschnitten als bei der Bundestagswahl (11,5 Prozent). Folglich sind vor allem drei Parteien bei Jugendlichen in Deutschland angesagt: Bündnis 90/Die Grünen, SPD und FDP.

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(Text: Ulrike Stoll)