Bewerber um das Amt des Landrats (2020)

Landrat1Am Freitag, den 28. Februar 2020, fand morgens in der Aula des Schulzentrums Nord eine Podiumsdiskussion mit den vier Landratskandidaten – Dirk Adomat (SPD), Christopher Emden (AfD), Torsten Schulte (Bündnis 90/Die Grünen) und Stefan Wittkop (CDU) – statt. Anwesend waren die Erstwählerinnen und Erstwähler der IGS Hameln, d.h. alle 10. Klassen und die gesamte Oberstufe. Organisiert wurde die Veranstaltung von dem Oberstufenkoordinator der IGS, Herrn Fabian Zörkendörfer.

Nachdem der Schulleiter der IGS Hameln, Herr Raschid Ranné, die Veranstaltung eröffnet hatte, konnten sich die Kandidaten zu Veranstaltungsbeginn zunächst kurz vorstellen. Im Anschluss daran übernahmen zwei Schüler der IGS – Gunnar Becher und Melvin Reinecke – sehr professionell die Moderation der gesamten Veranstaltung. Sie stellten den Landratskandidaten verschiedene Fragen, die im Vorfeld im Politikunterricht von den Schülerinnen und Schülern erarbeitet worden waren, etwa "Wie sehen Sie die Zukunft des ÖPNV?" oder "Wie wollen Sie die Digitalisierung der Schulen unterstützen bzw. umsetzen?" Die Kandidaten hatten dann jeweils zwei Minuten Zeit, auf diese Fragen zu antworten. Eine Zeitmanagerin überwachte die Zeitvorgabe, so dass alle Kandidaten dieselben Voraussetzungen hatten. Am Ende der Veranstaltung konnte das Publikum noch Fragen an die einzelnen Kandidaten stellen, wovon die Schülerinnen und Schüler rege Gebrauch machten.

Alle vier Landratskandidaten waren begeistert von der Professionalität der Schülermoderation und von den Fragen der Schülerinnen und Schülern. Gerade in einer Zeit der politischen Aufregung und der Fake News ist es besonders wichtig, im fairen Umgang miteinander Argumente auszutauschen, kontrovers zu diskutieren und damit einen Beitrag zur Demokratiebildung zu leisten. Mit den Worten Martin Luthers: "Lasset die Geister aufeinanderprallen, aber die Fäuste haltet stille."

Landrat2  Landrat SPD  Landrat AfD  Landrat B90DG  Landrat CDU  Landrat5

(Text: Raschid Ranné; Fotos: Thomas Berenzen)

Chefredakteurin Tamina Kutscher (2019)

Tamina Kutscher bei ihrem VortragPressefreiheit ist für Menschen die Grundlage, sich eine eigene Meinung bilden zu können. Für uns ist es selbstverständlich. In vielen anderen Ländern der Welt ist dies leider nicht der Fall. Genau darum ging es am Montag, den 4. März 2019, beim Projekttag "Journalismus", an dem der Politik-Leistungskurs des 12. Jahrgangs und der WPK Medien des 11. Jahrgangs teilnahmen.

In ihrem fesselnden Vortrag stellte Tamina Kutscher, die Chefredakteurin des Online-Magazins "Dekoder", den Umgang mit Medien, Journalisten und der Pressefreiheit in Russland vor. Anhand ihrer konkreten Beispiele ist uns erschreckend klar geworden, wie eingeschränkt die Medienarbeit in Russland ist und mit welchen Risiken und Gefahren die Journalistinnen und Journalisten rechnen müssen, wenn sie die komplette Wahrheit aussprechen wollen oder auch nur kritische Meinungen äußern wollen.

In den anschließenden Workshops beschäftigten wir uns in Gruppen intensiv mit der Pressefreiheit in Ländern, in denen die Berichterstattung eingeschränkt ist und staatlich kontrolliert wird wie beispielsweise in Nordkorea, Malta, Ungarn oder China. Wir haben für euch eine Ausstellung zum Thema "Pressefreiheit und -unfreiheit" erstellt, die ihr in den nächsten Tagen in der Aula besuchen könnt. Uns ist klar geworden, dass wir uns glücklich schätzen können, in einem Land zu leben, in dem Medien sich offen kritisch äußern dürfen und in dem ein Projekttag wie dieser stattfinden kann!

(Text: Konstantin Stoll)

Poetry-Slamer Tobias Kunze (2018)

Was ist dePoetrySlam19092018ann bloß mit "Dampfross" gemeint? Was reimt sich auf "glauben"? Und was ist eigentlich ein Poetry Slam? Solche Fragen stellten sich uns, den Schülerinnen und Schülern der AG Kunterbunt und einigen Mitgliedern der Theater-AG, als wir uns mit dem bekannten Rapper und Poetry-Slammer Tobias Kunze aus Hannover zu einem Workshop trafen. Wir haben gelernt, dass es um einen Dichterwettstreit geht und dass doch tatsächlich jeder Talent zum Schreiben hat. Nach einigen Aufwärmspielen mit Buchstaben und Wörtern der deutschen Sprache hat Tobias uns in einer höchst beeindruckenden Performance vorgeführt, wie er mit Wörtern geradezu jonglieren kann. Ein regelrechtes "Wortgewitter" improvisiert Tobias zu Wörtern, die man ihm zuruft.

Und dann waren wir dran! Tobias hat uns gezeigt, wie wir unsere Gedanken zum Thema "Heimat" zu Papier bringen können. Obwohl Deutsch bei den meisten von uns nicht die Muttersprache ist, haben wir wunderbare Texte in Reimform als Geschichte oder in Tagebuchform erarbeitet, die wir zum Schluss uns gegenseitig vorgestellt haben. Das Schöne an der Heimat oder die Sehnsucht nach der Heimat – alle Texte waren unglaublich stark und berührend. In kürzester Zeit hatte Tobias aus jedem von uns ein Schreibtalent und uns ein Stückchen selbstbewusster gemacht.

Wir bedanken uns bei Suna Baris für die Vorbereitung des Workshops und bei Tobias Kunze für das tolle Erlebnis.

(Text: Regina Hölscher)

MdB Johannes Schraps (2018)

Wie wird man eigentlich Politiker? Wie sieht der Alltag eines Parlamentariers aus? Wie kann politisches Engagement für junge Leute aussehen? Und wie fühlt es sich eigentlich an, erstmals eine Rede im Bundestag zu halten? Da fragen wir doch einfach mal einen Bundestagsabgeordneten!

Anlässlich des Europatags am 9. Mai 2018 war Johannes Schraps, Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB), bei uns an der Schule und nahm sich zwei Stunden Zeit, mit den Schülerinnen und Schülern des 11. Jahrgangs über aktuelle politische Fragen zu sprechen: Europa, Grenzen und das Glück, in Freiheit leben zu dürfen.

Ein spannender Einblick in die Politik jenseits von Tageszeitung und Tagesschau. Vielen Dank an Herrn Zörkendörfer, der diese spannende Begegnung möglich gemacht hat, und an Johannes Schraps, der sichtlich Lust darauf hatte, mit uns über Politik zu reden.

Team Politik  31945898 1581305931968441 8854189769215705088 n

Zeitzeugin Irmgard Wyrwa (2018)

ZeitzeuginAm 15. März 2018 besuchte Frau Wyrwa den GSL-Unterricht in der 7c. Das Thema der Unterrichtseinheit war Migration und die Zeitzeugin bereicherte es mit ihren persönlichen Erinnerungen. Als Kind musste Frau Wyrwa am Ende des Zweiten Weltkriegs Flucht und Vertreibung aus ihrer schlesischen Heimatstadt Breslau (heute Wrocław) miterleben. Nach einem strapazenreichen Treck durch das vom Krieg zerstörte Deutschland wurde ihre Familie schließlich in dem kleinen Dorf Gellersen im Landkreis Hameln-Pyrmont angesiedelt. Frau Wyrwas lebendige Schilderungen stießen auf das rege Interesse der Schülerinnen und Schüler. Sie verfügt außerdem über ein beachtliches historisches Wissen, in das sie ihre persönlichen Erlebnisse immer wieder einordnete.