Lernentwicklung

Lernentwicklungsberichte (LEB) stellen eine angemessene Form der individuellen Leistungsbeurteilung dar. Sie ermöglichen die Lernentwicklung jedes einzelnen Kindes differenziert und individuell zu beurteilen. Sie ersetzen dabei in den Jahrgängen fünf bis acht die Notenzeugnisse. Vielmehr wird die Lernleistung der Schülerinnen und Schüler in einem „Entwicklungsbericht“ dokumentiert. Die erreichten Kompetenzstände werden pro Fach auf einer Seite dargestellt. Hinzu kommen Hinweise zum Arbeitsverhalten, z. B. zur Mitarbeit im Unterricht, zur Heft- und Mappenführung im jeweiligen Fach. Weiterhin ist jedem LEB eine ausführliche Darstellung des Arbeits- und Sozialverhaltens beigefügt.

 

In den LEB und bei der Bewertung von Lernkontrollen werden die folgenden Buchstaben verwendet:

  • üe = Lernziele über das Maß erreicht,
  • e = Lernziele erreicht,
  • te = Lernziele teilweise erreicht,
  • ne = Lernziele nicht erreicht.

Diese Buchstaben stellen keine Benotung dar, sondern beziehen sich direkt auf die behandelten Inhalte und das Erreichen einzelner Inhalte bzw. Kompetenzen. Durch die Darstellung der Einzelleistungen in einem Fach erhalten die Kinder und ihre Eltern einen differenzierten Überblick. Sie können erkennen, in welchen Bereichen die Lernziele erreicht worden sind und wo noch Bedarf zur Weiterarbeit oder Vertiefung besteht. Die LEB motivieren durch ihre Darstellungsform die Schülerinnen und Schüler in ihrem Lernen und demotivieren nicht durch die Ausweisung einer Gesamtbeurteilung, die alle erbrachten Leistungen „über einen Kamm schert“.

Ab Jahrgang 8 erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Notenzeugnis, ergänzt durch einen verkürzten LEB, ab Jahrgang 9 ein reines Notenzeugnis.

 

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