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Zu gefährlich zum Ausstellen

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Eine kleine Nachlese aus der letzten Projektwoche (Projekt "Politisches Plakat") anlässlich von "Fridays for Future": Kurz vor der Schließung des Hauses Mileva konnte man hier knallbunte Plakate mit aktuellen Aussagen bewundern.

Die Vorgabe

Ein Problem, das uns wichtig ist, mit einem kurzen Text kombiniert überzeugend graphisch zuspitzen. Engagierte, politische Kunst.

Die Vorgehensweise

Zunächst schulten wir unser Auge an den Klassikern von Klaus Staeck, Banksy, John Heartfield und George Grosz. Dann legten wir selbst los - in unterschiedlichen Gestaltungstechniken experimentell eingesetzt - Graffiti, Stencil Art, Acrylmalerei, großformatige Buntstiftzeichnungen, Assemblage, Collage, Mixed Media ... Den meisten lag der ökologische Zustand der Welt am Herzen. Die Aufheizung der Atmosphäre, die Müllberge, die Plastikmassen im Ozean. Auch Rechtsradikalismus und Denkfaulheit fanden Niederschlag.

Die Werke

Besondere Resonanz erhielt Janosch Masuchs finstere Ninja-Phantasie. Janosch hat es durch geschickte Montage und wilde Farbkontraste geschafft, eine Atmosphäre der Bedrohung heraufzubeschwören, die sich gar nicht ganz auf einen Sinn festnageln lässt, den Betrachter aber geradezu anspringt. Die Weltkugel von Maja Trant balanciert auf einer Feuerhand und droht, aus der Bahn zu springen. In Katharina Metjes meisterhafter Strandszene führen die fröhlichen Farben den Betrachter auf eine völlig falsche Spur - was haben die Pinguine am Strand zu suchen? Und ist Lady Pinguin nicht schon tot?

Zu gefährlich für die analoge Welt

Lieber hätten wir unsere Kunstwerke in einer richtigen Ausstellung präsentiert. Das ist zurzeit aber unmöglich - so schön unsere Werke aus sein mögen. Pappe und Papier gelten den Brandschutzprofis aus Hameln gerade als "Brandlast" und dürfen nicht ausgestellt werden. Zur Vorbeugung einer alles niederwalzenden Feuersbrunst stellen wir sie nun anlässlich der "Fridays for Future"-Demos online aus. Wir hoffen, dass sie, wenn sie den Bauexperten nicht mehr als zu gefährlich gelten, nicht mehr notwendig sind.

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